Sensible Daten ohne Konto teilen
Wer Passwörter, Konfigurationsschnipsel oder andere sensible Daten kurzfristig weitergeben muss, möchte dafür nicht unbedingt ein Konto anlegen oder dauerhaft Dateien in einem Cloudspeicher ablegen. Mit ti.fo lassen sich solche Inhalte über temporäre Links teilen. Besonders sensible Einmal-Nachrichten verschlüsselt der Dienst bereits im Browser und löscht sie nach dem ersten Abruf.
ti.fo bündelt mehrere kleine Werkzeuge für den spontanen Datenaustausch im Browser. Einmal-Geheimnisse wie Passwörter oder Zugangsdaten verschlüsselt der Dienst clientseitig mit AES-GCM; der Schlüssel steckt im Fragment der erzeugten URL und wird laut Anbieter nicht an den Server übertragen. Dadurch kann ti.fo den Inhalt solcher Secrets nach eigener Aussage nicht mitlesen. Nach dem ersten Abruf werden sie gelöscht. Für Dateien bis 50 MByte gibt es ebenfalls Einmal-Links, die nach dem ersten Download verfallen. Pastes, Code-Schnipsel, Bilder und Markdown-Notizen lassen sich dagegen mit einer frei wählbaren Ablaufzeit bereitstellen.
Praktisch für Administratoren und Entwickler ist, dass viele Funktionen nicht nur über die Weboberfläche, sondern auch direkt per curl, wget oder anderem HTTP-Client angesprochen werden können. Für Code gibt es Syntaxhervorhebung, JSON-Inhalte lassen sich formatieren und validieren, und ein integrierter Webhook-Tester zeichnet Header, Query-Parameter und Request-Bodies eingehender Aufrufe auf. Registrierung oder Benutzerkonto sind nicht nötig. Der Betreiber gibt zudem an, weder IP-Adressen noch Browser-Fingerprints, User-Agents oder Tracking-Cookies zu erfassen. Pastes und andere nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselte Inhalte liegen allerdings bis zu ihrem Ablauf auf der Infrastruktur des Dienstes; laut Datenschutzerklärung nutzt ti.fo dafür Bunny.net. Für besonders vertrauliche Daten sollte daher gezielt die Secret-Funktion zum Einsatz kommen.