FRITZ!OS 8.50 mit Werbeblocker und Failover

Lesezeit
2 Minuten
Bis jetzt gelesen

FRITZ!OS 8.50 mit Werbeblocker und Failover

30.09.2026 - 08:30
Veröffentlicht in:

Werbung und Phishing-Seiten schon am Router aussperren, Videocalls automatisch bevorzugen und bei einer Störung ins Mobilfunknetz wechseln: Mit FRITZ!OS 8.50 bekommt die FRITZ!Box eine ganze Reihe neuer Funktionen. Wir zeigen, was das Update technisch bringt und welche Geräte es zuerst erhalten.

Die FRITZ!Box bekommt ein umfangreiches Software-Update: Mit FRITZ!OS 8.50 verteilt der Hersteller FRITZ! ab sofort eine neue Firmware, die vor allem Sicherheit, Stabilität und Smart Home in den Blick nimmt. Den Anfang macht die FRITZ!Box 7690, in den kommenden Wochen sollen alle aktuellen FRITZ!Box- und FRITZ!Repeater-Modelle folgen. Wer die Auto-Update-Funktion aktiviert hat, erhält die neue Version automatisch, alle anderen starten sie über die Oberfläche "fritz.box" mit einem Klick auf "Update starten".

Nicht jede Neuerung landet allerdings gleichzeitig auf jedem Gerät. Einige Funktionen wie die DNS-Filter oder die automatische Priorisierung verteilt FRITZ! schrittweise und zunächst nur für ausgewählte Modelle.

Werbefilter und Smart Check

Zu den wichtigsten Neuerungen zählt ein DNS-Filter, mit dem die FRITZ!Box 7690 den Zugriff von Smartphones, Rechnern und anderen Heimnetzgeräten auf unerwünschte Domains blockiert. Die Box liest dafür Sperrlisten in gängigen Standardformaten ein, sodass Nutzer auch öffentlich verfügbare Filterlisten verwenden können, um Werbung, Tracker, Schadsoftware, Phishing-Seiten oder Botnets auszusperren. Ruft ein Gerät eine gesperrte Adresse auf, blockiert der Router die Anfrage automatisch.

Ebenfalls neu ist der "Smart Check" in der MyFRITZ!App. Er zeigt den Zustand der FRITZ!Box direkt auf dem Startbildschirm und liefert Empfehlungen, Hinweise und Warnungen zu Bereichen wie Internet, Telefonie, Heimnetz, WLAN, LAN, USB, Smart Home und Sicherheit. Die App meldet etwa eine fehlende Mesh-Verbindung zum Repeater oder erklärt, wie sich unerwünschte Anrufe zu Sonderrufnummern blockieren lassen; ein Tipp auf den Status öffnet die ausführliche Auswertung.

Priorisierung und Ausfallschutz

Für Videokonferenzen im Home Office und Online-Games bringt FRITZ!OS 8.50 eine automatische Priorisierung echtzeitkritischer Anwendungen mit. Ergänzend zur bisherigen Gerätepriorisierung erkennt die Box solche Anwendungen nun selbstständig und bevorzugt sie im Heimnetz, damit die Verbindung stabil bleibt. Eine aktive Priorisierung zeigt die Benutzeroberfläche direkt beim jeweiligen Gerät an, rückblickend lässt sie sich bis zu 24 Stunden nachvollziehen.

Auch der Ausfallschutz FRITZ! Failsafe erweitert seinen Wirkungskreis und läuft nun direkt auf den FRITZ!Box-Modellen mit 4G und 5G. Möglich macht das eine neue Option, über die diese Mobilfunk-Router erstmals einen Internetzugang über einen LAN-Anschluss nutzen, etwa über ein vorgeschaltetes Glasfasermodem (ONT). Fällt die Festnetzleitung aus, übernimmt vorübergehend das Mobilfunknetz die Versorgung des Heimnetzes.

Einfache Telefonie und Smart-Home-Routinen

Beim FRITZ!Fon setzt das Update auf Barrierefreiheit: Ein neuer "Einfacher Modus" reduziert die Menüs auf das Nötigste und macht die Auswahltasten zu Schnellwahltasten, die sich mit Rufnummern oder Funktionen belegen lassen. Dazu kommt ein SOS-Ruf mit bis zu vier Notfallkontakten, die das Telefon im Ernstfall automatisch nacheinander anruft. Die Anrufintervalle lassen sich dabei flexibel einstellen.

Im Smart Home schalten sich die Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 sowie die angekündigte Indoor-Steckdose FRITZ!Smart Energy 201 künftig zur Sicherheit ab, wenn sie eine festgelegte Leistung über eine definierte Dauer überschreiten. Vordefinierte Automatisierungen wie "Haus verlassen", "Nach Hause kommen" oder "Urlaub" legen Nutzer mit wenigen Klicks an und lösen sie über Zonen (Geofences) aus der FRITZ!App Smart Home aus. Routinen können zudem mehrere Auslöser kombinieren, sodass eine Aktion etwa erst startet, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben.

Die FRITZ!Box 5690 Pro arbeitet außerdem als Matter-Bridge. Damit binden Nutzer alle dort angemeldeten FRITZ!-Smart-Home-Geräte sowie kompatible Geräte anderer Hersteller in ein bestehendes Matter-Netzwerk von Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa ein, inklusive Sprachsteuerung. Eine Übersicht aller Neuerungen stellt FRITZ! unter fritz.com/fritzos bereit.